Da ich immer wieder gefragt werde, was ich meinen Malawis füttere, möchte ich Euch hier mal meine Fütterungsempfehlung geben. Das ganze beruht ausschließlich  auf Erfahrungen mit meinen Tieren.

Fütterungszeiten:

Ich füttere meine Tiere immer frühs und abends, also 2x am Tag, wobei nur 1x am Tag konzentriertes Granulat zum Einsatz kommt. Einmal pro Woche lege ich einen Fastentag ein (nicht bei Jungfischen und Fischbabies)

Hauptfutter:

Als Hauptfutter nutze ich das hochwertige A.F.B Extra mit Knoblauchextrakt, Tymustinktur und Farbbooster vom Andreas Bösel. Es wird von den Tieren sehr gut angenommen und sehr gut verwertet. Bitte unbedingt sehr sparsam dosieren, ein leicht gehäufter Teelöffel für ein 450 l Aquarium reicht bei mir vollkommen aus.

ergänzend/ersatzweise bzw. zur Abwechslung:

da ich selbst auch nicht jeden Tag "Schnitzel" essen will, lege ich auch bei meinen Tieren Wert auf abwechslungsreiche Ernährung. Anstelle des A.F.B. Extra kommen daher an jeweils einem Tag (mind. 1x pro Woche) folgende Futterarten zum Einsatz:

- Tropical Cichlid Gran

- Tropical D-50 Granulat (eigentlich Diskusfutter)

Ergänzungsfutter:

nutze ich überwiegend für die 2te Fütterung am Tag.

Dies sind Flockenfuttersorten, die bei meinen Fischen auch sehr gut ankommen:

- Sera Vipan Flocke (tierisches Futter)

- Sera Flora Flocke (pflanzliches Futter)

- Tropical Spirulina Super Forte 36% Flocke (rein pflanzlich)

Alles wie beim Hauptfutter immer schön abwechslungsreich verfüttern. 

 

Babys und Jungfische:

Bekommen bei mir bis ca. 3-4cm ausschließlich Sera Vipan und Sera Flora, natürlich etwas klein gebröselt. Wenn sie dann größer werden, beginne ich mit den Granulaten.

 

Welse:

Das ist so eine Sache, Malawis lassen selten was auf den Boden liegen, um ganz ehrlich zu sein, sind meine Tiere absolut verfressen. Deshalb sollte dafür Sorge getragen werden, dass für die Bodenbewohner auch etwas übrig bleibt.

Ich füttere immer an der selben Stelle mit sera viformo Tabletten, die im übrigen auch den Malawis munden. Das sieht fast aus wie ein Staffellauf, wenn ein Malawi eine Tablette erwischt und mit dieser im Maul durchs Becken düst - verfolgt von allen anderen Malawis. Damit also auch was am Boden ankommt und nicht im Darm der Malawis landet ist mein Trick folgender: 

Mit Steinen habe ich einen Welsfutterplatz gebaut. Bei der Fütterung halte ich ein Plasterohr ins Wasser - das Ende an die Futterstelle, die Welstabletten oben rein und kein Malawi kriegt es mit. Nach einer gewissen Zeit wissen die Welse ganz genau wo sie hinmüssen wenn der Deckel aufgeht, dann heisst es schneller sein als die Malawis.

 

Wildfänge Malawis:

...sind vom See her bei weitem nicht so eine regelmässige und konzentrierte Nahrung gewöhnt wie unsere Aquarienbewohner, daher vermeide ich um jeden Preis jede Art von Granulaten und füttere hier nur oben genanntes Flockenfutter, Mbunas die importiert wurden ernähre ich rein pflanzlich, da sie es in ihrem Malawisee auch nicht anders gewöhnt waren. Das heißt wiederum, bei Wildfängen muss ich Mbuna und Non-Mbunas schon wegen der Ernährung trennen!

 

Vitamine:

1-2x pro Woche gibt es eine Extra Portion Vitamine.

Dazu nutze ich das hochwertige Fischtamin von sera, ein paar Tropfen werden auf das Granulatfutter getropft (bei Jungfischen und Wildfängen auf die Flocken), kurz umgerührt bis die Flüssigkeit von den Granulaten aufgenommen wurde und dann direkt ins Becken gegeben.

Zusammenfassung:

Eine ausgewogene Ernährung, die abwechslungsreich ist und v.a. wichtige Nährstoffe, Spurenelemente und Vitamine enthält, halte ich für sehr wichtig. So werden Abwehrkräfte gestärkt, die Laischbereitschaft erhöht, das Wachstum gefördert und die Farben ausgeprägt. Besonders für Weibchen, die regelmäßig tragend sind, ist eine vitaminreiche Kost nach der Brutpflege wichtig.